Gemeinsamer Appell für ein einheitliches Schutzkonzept gegen Mobbing an Schulen
Gronau (Leine), November 2025 – JugendNotmail, Zeichen gegen Mobbing e. V., Colorful e. V. und Autor Sven Rühl stellen gemeinsam die bundesweite Kampagne #ichbingegenmobbing vor. Das Ziel: ein bundeseinheitliches, verpflichtendes Schutzkonzept zur wirksamen Prävention und Intervention bei Mobbing an Schulen. Die Kampagne wird von einer öffentlichen Petition begleitet, deren Unterschriften ein deutliches Signal an die Politik senden sollen.
Warum die Kampagne notwendig ist
In Deutschland existieren bislang keine verbindlichen, bundesweit geltenden Standards zur Mobbingprävention. Schulen arbeiten je nach Bundesland, Ausstattung und individuellem Engagement sehr unterschiedlich. Der aktuelle Status quo führt dazu, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen vom Zufall abhängt.
Viele Schulen verfügen über kein klar definiertes Schutzkonzept. Maßnahmen erfolgen häufig zu spät, uneinheitlich oder gar nicht.
Lehrkräfte, Eltern und Betroffene wissen in vielen Fällen nicht, welche Schritte verpflichtend sind, und welche Strukturen greifen. Beratungsstellen melden seit Jahren steigende Zahlen von Jugendlichen, die wegen Mobbing, psychischer Belastung und sozialem Druck Hilfe suchen. Gleichzeitig fehlt es vielen Schulen an verbindlichen Rahmenbedingungen und fachlich gesicherten Leitlinien, um dauerhaft und wirksam handeln zu können.
Die Initiatoren betonen, dass Mobbing erhebliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und die Entwicklung junger Menschen hat.
Der derzeitige Flickenteppich aus Maßnahmen, Projekten und Einzelinitiativen reicht nicht aus, um Kinder und Jugendliche bundesweit zu schützen.

Was das Schutzkonzept beinhalten soll
Die Kampagne fordert ein bundesweites Konzept, das von unabhängigen Fachstellen erarbeitet und gesetzlich verankert wird. Dieses Konzept soll unter anderem folgende Bestandteile enthalten:
- Verbindliche Präventions- und Interventionsstandards für alle Schulen.
- Ein schulisches Team mit klaren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten.
- Transparente und einheitliche Abläufe bei akuten Mobbingfällen.
- Pflichtfortbildungen für Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Schulleitungen.
- Anonyme und niedrigschwellige Meldewege.
- Dokumentationspflichten und verbindliche Nachverfolgung.
- Regelmäßige Präventionsprogramme und Frühwarnstrukturen.
- Eine enge Anbindung an externe Beratungsstellen und Fachkräfte.
Ziel ist es, Schulen bundesweit handlungsfähig zu machen und Betroffenen verlässliche, nachvollziehbare Strukturen anzubieten.
Wie man die Kampagne unterstützen kann
Die Initiatoren rufen dazu auf, die Petition zu unterschreiben und die Forderung nach einem bundesweiten Schutzkonzept sichtbar zu unterstützen. Darüber hinaus können auch Schulen, Organisationen, Verbände und Kommunen ein öffentliches Statement abgeben oder sich der Kampagne anschließen.
Unter www.svenschreibt.de stehen frei nutzbare Bilder für die Berichterstattung und Social-Media-Teilung zur Verfügung.
Ein gemeinsamer Appell
JugendNotmail, Zeichen gegen Mobbing e. V., Colorful e. V. und Sven Rühl unterstreichen, dass Mobbingprävention nicht von individuellen Ressourcen oder regionalen Unterschieden abhängig sein darf. Ein flächendeckendes Schutzkonzept ist notwendig, um allen Kindern und Jugendlichen denselben Schutz zu garantieren – unabhängig davon, wo sie leben und zur Schule gehen.
Kampagnenkontakt
Sven Rühl
E-Mail: kampagne@svenschreibt.de
Web: www.svenschreibt.de
Der vollständige Wirkungsbericht steht ab sofort zur Verfügung: https://zeichen-gegen-mobbing.de/wirkungsbericht
Pressemitteilung zum Download:
Wir stellen Dir die Informationen zu dieser Mitteilung einschließlich des Bildmaterials zur Nutzung für eine Veröffentlichung zur Verfügung.
Download der PressemitteilungÜber Zeichen gegen Mobbing e. V.
Zeichen gegen Mobbing e. V. hat seinen Sitz im niedersächsischen Gronau (Leine). Die Mission des Vereins ist es, in Präventionsprojekten gemeinsam mit Schüler:innen, Eltern und Lehrkräften an konkreten Lösungen für ein besseres Miteinander zu arbeiten. Durch Hilfsangebote von sogenannten Social Visionaries im Alter zwischen 18 und 28 Jahren soll zudem erreicht werden, dass sich mehr betroffene Schüler:innen wirksame Unterstützung suchen und ihre Schulzeit ohne Mobbing und Cybermobbing verbringen können.
Mehr Informationen über die Arbeit des Vereins gibt es unter www.zeichen-gegen-mobbing.de.
Sandra Bastian
Kontakt für Journalist:innen
presse@zeichen-gegen-mobbing.de
