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Zeichen gegen Mobbing e. V. baut Präventionsarbeit in NRW mit Bundesförderung aus


Förderung in Höhe von 150.000 € bis 2028 ermöglicht den Aufbau regionaler Präventionsstrukturen in Nordrhein-Westfalen

Gronau (Leine), Juni 2026 – Mit einer Förderung von 150.000 Euro baut Zeichen gegen Mobbing e. V. seine Präventionsarbeit künftig gezielt in Nordrhein-Westfalen (NRW) aus. Ziel ist es, Schulen in NRW schneller Zugang zu wirksamer Mobbingprävention und niedrigschwelliger Unterstützung zu ermöglichen. Mobbing ist für viele Kinder und Jugendliche keine Randerscheinung, sondern Teil ihres Schulalltags. Zeichen gegen Mobbing e. V. begleitet Schulen bundesweit dabei, dieser Dynamik frühzeitig und strukturiert zu begegnen. Allein im Jahr 2025 war der Verein an 22 Schulen in sieben Bundesländern aktiv und erreichte rund 1.600 Schüler:innen in 69 Klassen. In Klassen mit vollständigem Vorher‑Nachher‑Vergleich sank der Anteil der von Mobbing betroffenen Schüler:innen um 29 Prozent. Gleichzeitig berichten 35 Prozent mehr Kinder und Jugendliche, dass sie das Miteinander in ihrer Klasse aktiv beeinflussen können.

Solche Wirkungen entstehen dort, wo Präventionsarbeit verlässlich angelegt ist und Zeit hat, zu greifen. Genau an diesem Punkt setzt der ZukunftsWIRkungs‑Fonds der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt an. Der Fonds unterstützt erprobte Organisationen dabei, erfolgreiche Angebote weiterzuentwickeln und gesellschaftlichen Zusammenhalt langfristig zu stärken. Vor diesem Hintergrund erhält Zeichen gegen Mobbing e. V. eine Förderung in Höhe von 150.000 Euro. Der Förderzeitraum vom 1.6.2026 bis zum 30.5.2028 ermöglicht es dem Verein insbesondere, seine Präventionsansätze in NRW auszubauen, regionale Netzwerke zu stärken und Kindern und Jugendlichen langfristige verlässliche Unterstützung anzubieten.

Verlässliche Prävention braucht Zeit und Kontinuität

Mit den Fördermitteln will der Verein zentrale Strukturen seiner Präventionsarbeit gezielt stärken. Dazu gehören insbesondere der Aufbau regionaler Strukturen in NRW, die Weiterentwicklung der Social-Visionary-Rolle sowie nachhaltige Finanzierungsmodelle für Schulen und Präventionsprojekte.
„Wirksame Prävention braucht stabile Strukturen und verlässliche Beziehungen“, sagt Marek Fink, Gründer und Geschäftsführer von Zeichen gegen Mobbing e. V. „Kinder und Jugendliche profitieren dann am meisten, wenn Präventionsarbeit langfristig angelegt ist. Der ZukunftsWIRkungs-Fonds ermöglicht es uns, unsere bewährten Ansätze weiterzuentwickeln und unsere Arbeit bundesweit zukunftsfähig aufzustellen.“

Marek Fink (Mitte), Gründer und Vorstandsmitglied von Zeichen gegen Mobbing e. V. und Céline Bobillon (links) sowie Luisa Kaiser von der DSEE beim Auftakt in Neustrelitz.
Marek Fink (Mitte), Gründer und Vorstandsmitglied von Zeichen gegen Mobbing e. V. und Céline Bobillon (links) sowie Luisa Kaiser von der DSEE beim Auftakt in Neustrelitz.

Stärkung der Social-Visionary-Rolle

Ein zentraler Baustein der Arbeit von Zeichen gegen Mobbing e. V. sind die sogenannten Social Visionaries. Dabei handelt es sich um junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 28 Jahren, die die Schüler:innen auf Augenhöhe begleiten. Viele von ihnen haben selbst Mobbingerfahrungen gemacht und schaffen Zugänge, die im Schulalltag oft fehlen. Sie unterstützen dabei, Mobbing einzuordnen, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und weitere Hilfsangebote zu nutzen.
Die Förderung ermöglicht es, diese Rolle konzeptionell weiter auszubauen, Standards zu festigen und die Qualität der Begleitung langfristig zu sichern.

„Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Betroffene sich deutlich eher Unterstützung holen, wenn sie von jungen Erwachsenen angesprochen werden, die ihre Lebensrealität verstehen“, erklärt Marek Fink. „Die Förderung ermöglicht es uns, diese Rolle fachlich noch besser weiterzuentwickeln und zu begleiten.“

Aufbau regionaler Netzwerke als Wirkungstreiber

Darüber hinaus investiert der Verein gezielt in den Aufbau regionaler Netzwerke. Schulen, Schulsozialarbeit, Eltern und zivilgesellschaftliche Akteur:innen sollen enger zusammenarbeiten, um Zuständigkeiten klarer zu gestalten und Präventionsarbeit dauerhaft zu verankern.
Gerade vor dem Hintergrund wachsender psychosozialer Belastungen im Schulalltag zeigt sich, dass Prävention nicht als Einzelmaßnahme gedacht werden kann, sondern gemeinschaftliche Verantwortung erfordert.

Zukunft mitdenken

Neben dem inhaltlichen Ausbau setzt Zeichen gegen Mobbing e. V. einen klaren Schwerpunkt auf nachhaltige Finanzierung. Die Entwicklung tragfähiger Modelle für die Zeit nach dem Förderzeitraum ist ein zentrales Handlungsfeld. „Projektförderungen sind wichtig, reichen allein aber nicht aus, um langfristige Wirkung zu erzielen“, so Fink. „Mit den Mitteln aus dem Zukunftswirkungsfonds können wir gezielt Strukturen schaffen, die auch über 2028 hinaus Bestand haben und unsere Arbeit bundesweit stabilisieren.“

ZukunftsWIRkungs‑Fonds stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt

Der ZukunftsWIRkungs-Fonds unterstützt Organisationen dabei, gesellschaftlichen Zusammenhalt langfristig und strukturell zu stärken. Mit dem Ausbau in Nordrhein-Westfalen möchte Zeichen gegen Mobbing e. V. dazu beitragen, dass Schulen schneller wirksame Unterstützung finden und Prävention nicht vom Zufall einzelner Ressourcen abhängt.

Über den Der ZukunftsWIRkungs-Fonds

Der ZukunftsWIRkungs-Fonds der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) richtet sich an gemeinnützige Organisationen, deren Ansätze bereits Wirkung gezeigt haben und nun gezielt weiterentwickelt und verstetigt werden sollen. In Kooperation mit der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt der Fonds Skalierungsvorhaben, die auf langfristige strukturelle Wirkung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zielen. Neben finanziellen Mitteln umfasst die Förderung auch Qualifizierung, Vernetzung und strategische Begleitung. Weitere Informationen zum ZukunftsWIRkungs-Fonds finden sich unter: http://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/zukunftswirkungs-fonds/

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Über Zeichen gegen Mobbing e. V.

Zeichen gegen Mobbing e. V. hat seinen Sitz im niedersächsischen Gronau (Leine). Die Mission des Vereins ist es, in Präventionsprojekten gemeinsam mit Schüler:innen, Eltern und Lehrkräften an konkreten Lösungen für ein besseres Miteinander zu arbeiten. Durch Hilfsangebote von sogenannten Social Visionaries im Alter zwischen 18 und 28 Jahren soll zudem erreicht werden, dass sich mehr betroffene Schüler:innen wirksame Unterstützung suchen und ihre Schulzeit ohne Mobbing und Cybermobbing verbringen können.

Mehr Informationen über die Arbeit des Vereins gibt es unter www.zeichen-gegen-mobbing.de.  

Sandra Bastian

Kontakt für Journalist:innen

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presse@zeichen-gegen-mobbing.de

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